2019.10.05 On the long road to Olmue´

Nach unserer Ankunft am späten Nachmittag mit der Linie in Calafate, fahren wir mit dem Taxi auf direktem Weg zu unserer Unterkunft Brillos Patagonicos. Wir müssen unser Wohnmobil für den am nächsten  Tag beginnenden Rückweg beladen und präparieren. http://://www.brillospatagonicos.com

Bei der Ankunft informiert uns Markus, dass Ramona am Vortag einen Unfall beim Paragleiten hatte und nun im Krankenhaus auf der Intensivstation liegt! Schock – was war passiert? Da niemand den Start an der Hangkante über El Calafate wirklich vollständig beobachtet hat, sind alle Erklärungsversuche Spekulation.

Wie es aussieht hat Sie sich das Steißbein ernsthaft verletzt. Die in der Nacht angesetzte Operation verlief Gott sei Dank gut. Markus hatte nicht nur die Bergung organisiert, sondern auch alle weiteren Abwicklungsthemen mit Krankenhaus, Familie, Botschaft, Versicherung usw.

Wir wünschen Ramona auch auf diesem Weg beste und vollständige Genesung!

Wie es aussieht wird Sie im Laufe der kommenden Woche nach Deutschland zu einer weiteren Operation geflogen.

Wir müssen Markus am nächsten Morgen leider alleine lassen und uns auf den Weg nach Norden begeben. Immerhin warten rund 3.000 km Fahrt quer durch Patagonien auf uns.

Nach einem Stopp im Supermarkt und einem kurzen Abstecher zum Flugplatz, um uns von allen Verantwortlichen nochmals zu verabschieden, können wir gegen 14:00 Uhr endlich los.

Es geht die Ruta 40 Richtung Norden.

Wir fahren die Strecke bis zum Lago Viedma auf dem gleichen Weg wie normal nach El Chalten. Dann geht es rechts weiter nach Tres Lagos einem kleinen sehr schmucken Ort in der Weite der Pampa.

In der Ferne können wir im Westen die Berge der Cordiliere erkennen, dort wo wir normalerweise fliegen. Je weiter wir nach Norden kommen, um so eintöniger wird die Strecke und um so gerader werden die Teilabschnitte.

Wir nutzen jede Möglichkeit Sprit zu tanken, was sich als sehr gute Entscheidung herausstellt, denn nicht jede eingezeichnete Tankstelle hat geöffnet.

Auf der Strecke haben wir zur Krönung noch ca. 80 km „gravelroad“ zu bewältigen! Eine Herausforderung für Fahrzeug, Fahrer und Beifahrer. Wir schaffen die 80 km in knapp 2 Stunden und sind heil froh wieder auf einer geteerten Strecke fahren zu können.

Abendstimmung über der Pampa

Die Freude währt aber leider nur kurze Zeit, denn dann erscheinen plötzlich rote Schilder mit der Aufschrift „Zona de baches“! Was dann folgt sind Schlaglöcher in der Größe bis zu einem Scheunentor und teils so tief wie ein gelegter LKW-Reifen.

Mit einer Ausweich- und Fahrtreduzierungsstrategie versuchen wir die immer häufiger auftretenden Straßenbereiche mit bedingtem Erfolg zu bewältigen.

Bei Dunkelheit erreichen wir Perito Moreno am Lago Buenos Aires. Neben der Tankstelle dürfen wir unser WoMo abstellen und sind froh endlich ins Bett zu kommen.